BNN vom 4. Januar 2019

Vernichtender Hintergrundsbericht und Kommentar der BNN.de / Ettlingen zur Arbeit der grün-schwarzen Landesregierung, von Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann (Grüne) und der Grünen-Landtagsabgeordneten Barbara Saebel (Wahlkreis Ettlingen) über die geplanten Umweltzerstörungen durch unkontrollierte („ökologische“) Flutungen im Polder Bellenkopf/Rappenwört. Die Bürgerinitiativen bereiten sich gerade mit meiner Unterstützung auf Klagen gegen die Pläne der Landesregierung vor. Als FDP-Bundestagsabgeordneter für den betroffenen Wahlkreis Karlsruhe-Land und den Landkreis Rastatt setze ich mich für gesteuerte Polder genauso wie im Polder und Naturschutzgebiet Elisabethenwört zwischen Dettenheim und Philippsburg ein. Als einziger Abgeordneter in der Region stehe ich in Kontakt zu allen kritischen Bürgerinitiativen und betroffenen Kommunen vor Ort, die sich für einen durchdachten Hochwasser- und Naturschutz sowie für gesteuerte Polder einsetzen. CJ

Widerstand gegen unkontrollierte Flutungen von Rhein-Naturschutzgebieten in der Region Karlsruhe notwendig


JUNG: Bevölkerung und betroffene Kommunen sollten Widerstand gegen unkontrollierte „ökologische Flutungen“ und ungesteuerte Polderplanung zwischen Au am Rhein/Rheinstetten und Dettenheim-Philippsburg leisten

FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung (Karlsruhe-Land) wendet sich gegen die Zerstörung der Naturschutzgebiete innerhalb der geplanten Polder „Bellenkopf/Rappenwört“ und „Elisabethenwört“ in der Region Karlsruhe / Nur gesteuerte Polder ohne permanente Flutungen sind für den liberalen Abgeordneten akzeptabel

Rheinstetten/Dettenheim/Philippsburg. Vor dem öffentlichen Erörterungstermin zu den Einwendungen zur Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens für den Bau und Betrieb des Retentionsraums „Bellenkopf/Rappenwört“ am 7. und 8. November 2018 in der Messe Karlsruhe hat FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung (Karlsruhe-Land) zum Widerstand und der Ausnutzung aller rechtlichen Möglichkeiten gegen die Polderpläne der grün-schwarzen Landesregierung zwischen Au am Rhein/Rheinstetten und Dettenheim/Philippsburg (Elisabethenwört) aufgerufen.

„Ich setze mich für zwei gesteuerte Polder ohne permanente unkontrollierte Flutungen von zwei sehr wertvollen Naturschutzgebieten ein. Ich rufe die Bevölkerung und die betroffenen Kommunen auf, mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln Widerstand gegen die sog. ‚ökologischen Flutungen‘ zu leisten“, sagte Jung nach einem Gespräch mit Mitgliedern von Bürgerinitiativen in Neuburgweier und Au am Rhein. „Widerstand gegen unkontrollierte Flutungen von Rhein-Naturschutzgebieten in der Region Karlsruhe notwendig“ weiterlesen

Rheinstetten: Treffen wegen Polder Bellenkopf/Rappenwört

Nicht nur in Dettenheim und Philippsburg (Polder/Naturschutzgebiet Elisabethenwört) gibt es massiven Widerstand gegen die Polderpläne der grün-schwarzen Landesregierung zum Hochwasserschutz am Rhein mit permanenten unkontrollierten Flutungen (sog. „ökologische Flutungen), die wertvolle Naturschutzgebiete im Regionalverband Mittlerer Oberrhein zerstören würden.

Auch einige Kilometer oberhalb des Rheins wächst das Engagement der Bürgerinitiative für eine verträgliche Retention im Paminaraum e.V. in Rheinstetten (Wahlkreis Karlsruhe-Land), Au am Rhein (Landkreis Rastatt) und im benachbarten Karlsruhe selbst. Deshalb habe ich mich gerade mit dem Vorsitzenden der Bürgerinitiative Thomas Saipt (2.v.l.) und dem Vorstandsmitglied Jürgen Pinter (r.) getroffen. Mit dabei war zudem mein Wahlkreismitarbeiter Hans-Jürgen Bange (l.).

Die Bürgerinitiative plädiert beim Polder Bellenkopf/Rappenwört für einen gesteuerten Polder, bei dem auf die regelmäßigen unkontrollierten Flutungen verzichtet wird. Dabei handelt es sich um ähnliche Vorschläge wie beim Polder Elisabethenwört, die bisher von der grün-schwarzen Landesregierung nicht in die Planungen aufgenommen wurden. Bei dem Gespräch habe ich Herrn Saipt und Herrn Pinter ermutigt, alle rechtlichen Möglichkeiten gegen die bisherigen Planungen auszuschöpfen. Interessant ist auch in diesem Zusammenhang, dass „Naturschutzverbände“ wie der BUND und der NABU keine Bedenken gegen die „ökologischen Flutungen“ haben, einige Kilometer rheinabwärts aber massiv den Bau der Zweiten Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth bekämpfen. (CJ)

Weitere Informationen: http://www.bürgerinitiative-rheinstetten.de/