Zwei Jahre nach der Tunnelhavarie von Rastatt

JUNG: Immer noch keine funktionsfähigen Ausweichstrecken für die Rheintalbahn verfügbar!

Berlin/Rastatt/Karlsruhe. Zum zweiten Jahrestag des Tunnelhavarie in Rastatt-Niederbühl (12. August 2017) sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung, Berichterstatter der FDP-Bundestagsfraktion für Güterverkehr und Logistik und den Bundesverkehrswegeplan, am Montag (12. August 2019) in Karlsruhe:

„Es ist äußerst bedauerlich, dass es die Deutsche Bahn und die Bundesregierung zwei Jahre nach der Tunnelhavarie von Rastatt-Niederbühl 2017 bisher nicht geschafft haben, für die Rheintalbahn zwischen Mannheim und Basel als eine der wichtigsten europäischen Güterzug- und Fernverkehrsstrecken funktionierende Ausweichstrecken (Redundanzen) zur Verfügung zu stellen oder diese zumindest zu planen. Nichts ist geschehen. Dies gilt ebenso für die in Folge der Tunnelhavarie betroffenen und noch nicht entschädigten Logistik-Unternehmen im Bahnbereich.

Da hilft es wenig, wenn die beiden Rastatter Eisenbahn-Tunnel nun bis 2025 zu Ende gebaut werden oder ein ,internationales Handbuch‘ für die Abwicklung einer längeren Streckensperrung geschrieben wurde, wenn es keine funktionierenden und durchgängig elektrifizierten Ausweichstrecken über Stuttgart/Horb-Singen oder das Elsass gibt. Die Deutsche Bahn fühlt sich hier nicht zuständig, wie jüngst bei einer Veranstaltung des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein deutlich wurde. Das ganze Vorgehen erinnert an den Wiederaufbau eines abgebrannten Hauses, in das aber kein Brandschutz eingebaut wird.

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JUNG: Sprachlosigkeit zwischen Österreich und Deutschland beim Transitgipfel beenden

Vor dem am Donnerstag (25. Juli 2019) geplanten Transitgipfel zwischen Österreich und Deutschland in Berlin, sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete und Verkehrspolitiker Christian Jung (Karlsruhe-Land), Berichterstatter der FDP-Bundestagsfraktion für Logistik und Güterverkehr, in Berlin (24. Juli 2019):

„Ich begrüße es sehr, dass beim morgigen „Transitgipfel“ in Berlin die Sprachlosigkeit der vergangenen Wochen zwischen Österreich und Deutschland und besonders zwischen führenden ÖVP- und CSU-Politikern beendet werden sollen. Ausgleichende Gespräche hätte es im vergangenen Jahr schon in Bozen geben können, wenn Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) anwesend gewesen wäre. Die Transitstrecke von Deutschland nach Italien über Tirol ist eine der am stärksten belasteten Routen im Alpenraum. Es ist nachvollziehbar, dass Österreich und insbesondere Tirol eine Lösung für den LKW- und Durchgangsverkehr suchen, doch sektorale Fahrverbote und Blockabfertigungen sollten eine Ausnahme bleiben und keine dauerhafte Anwendung finden. Der freie Warenverkehr in der EU muss garantiert werden können. Deshalb gilt es gemeinsam eine Lösung zu finden und nicht einseitig nach regional-spezifischen Interessen Verordnungen zu implementieren. Die verursachten Staus stellen ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko dar und führen zu unnötigem Mehrverbrauch an Treibstoff. Zudem ist es eine Zumutung für die Fahrerinnen und Fahrer, stundenlang vor der Grenze auszuharren, ohne die Möglichkeit Sanitäreinrichtungen aufzusuchen.“

Hyperloop – Die Mobilitätslösung für übermorgen?

Gastbeitrag von Christian Jung im Privatbahn-Magazin (Ausgabe 4/2019, Juli/August)

Wenn es nach den Visionären des Hochgeschwindigkeitstransportsystems Hyperloop geht, könnten wir in naher Zukunft in 40 Minuten von Berlin nach München reisen oder in 140 Minuten eine Rundreise durch Deutschland absolvieren. In Vakuum-Röhren sollen Transportkapseln eine Geschwindigkeit von bis zu 1000 Kilometer pro Stunde erreichen. Betrieben mit Solarenergie, welche direkt über der Transportröhre erzeugt wird. Die Kosten pro Fahrt sollen nach Planung nicht höher als eine Fahrt mit dem Auto oder Zug sein, am besten sogar kostenlos für den Reisenden. Das klingt auf den ersten Blick großartig. Doch wie weit ist Deutschland vom Start des Hyperloops entfernt?

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Besuch bei der BASF

“Lahmende Infrastrukturplanung darf Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands nicht gefährden”

FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung besuchte BASF in Ludwigshafen / Neues Container-Tanklager und Güterbahnhof auf dem Besuchsprogramm

Ludwigshafen (TJ). Begeistert zeigte sich der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung von den Innovationen, mit denen die BASF am Heimatstandort Ludwigshafen gerade ihre Logistikprozesse fortentwickelt und damit weltweit mit offenen Patenten im Containerbau Pionierarbeit leistet. „Mit fahrerlosen Transportfahrzeugen, die mithilfe der 5G-Technologie zeitnah autonom fahren werden, gehört BASF zu den Pionieren und vereinfacht Abläufe in der Produktion“, sagte der liberale Verkehrspolitiker nach Besichtigung eines der „AGVs“ (Automatically Guided Vehicle) des Unternehmens. Mit den batterie-elektrischen AGV-Transportern könnte man in Zukunft rund um neu gebaute und optimierte Container-Hubs auf zusätzliche Bahn-Gleisanschlüsse verzichten und trotzdem massiv Schienengüter-Kapazitäten auch im Einzelwagenverkehr ausbauen. Jung war Mitte Juli 2019 in dem zehn Quadratkilometer großen BASF-Werk zu Gast, um Herausforderungen der Infrastrukturpolitik mit Unternehmensvertretern zu erörtern.

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