JUNG: Gestrichene ICE zur Bundesgartenschau nach Heilbronn – „Absolutes Armutszeugnis für die Deutsche Bahn“

Zu den Berichten in der Heilbronner Stimme und im Südwestrundfunk vom 12. Juli 2019 über die Streichung von ICE-Zügen zur Bundesgartenschau nach Heilbronn, sagte der baden-württembergische FDP-Bundestagsabgeordnete und Verkehrspolitiker Christian Jung (Karlsruhe-Land) in einem ICE in Uelzen (Niedersachsen/12.7.2019). Christian Jung war dort auf dem Weg von Hamburg nach Karlsruhe/Heilbronn wegen eines Oberleitungsschadens gestrandet:

„Es ist ein absolutes Armutszeugnis für die Deutsche Bahn, dass seit dem 1. Juli 2019 ohne jegliche Vorankündigung und Kommunikation keine ICE-Züge mehr zur Bundesgartenschau von Köln nach Heilbronn fahren. Es ist für die Fahrgäste nicht hinnehmbar, wenn diese – wenn überhaupt – nur kurzfristig von den Zugstreichungen erfahren. Noch problematischer ist, dass die Verantwortlichen der Deutschen Bahn nichts über den Sachverhalt wissen bzw. dies erst auf Nachfragen von Politikern und Journalisten wussten. Dies bestätigen die massiven Vorbehalte gegenüber dem noch amtierenden Vorstand der Deutschen Bahn rund um seinen Vorsitzenden Dr. Richard Lutz und Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. Die Sicherstellung von Zügen zu Großereignissen wie einer Bundesgartenschau war in der Vergangenheit auch zu Zeiten der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Reichsbahn in der DDR immer Chefsache. Das gleiche gilt übrigens für die Beseitigung des aktuellen Bahn-Chaos in Norddeutschland zwischen Hamburg und den Urlaubsorten rund um Husum/Niebüll/Westerland.“

JUNG: „Völlig veraltete Schienen-Infrastruktur in Baden-Württemberg bereitet mir große Sorgen“

Berlin/Stuttgart. Der baden-württembergische FDP-Bundestagsabgeordnete und Verkehrspolitiker Christian Jung (Karlsruhe-Land) bemängelt den aktuellen Zustand der Schienen-Infrastruktur in Baden-Württemberg. Aus einer Kleinen Anfrage von Christian Jung und der FDP-Bundestagsfraktion an die Bundesregierung (Bundestagsdrucksache Nr. 19/10611) geht hervor, dass wichtige Bahn-Investitionen im Südwesten nur unter Vorbehalt in die Zukunft verschoben werden. Dazu sagte Jung:

„Der Bahn fehlt das Geld. Wie aus einer Kleinen Anfrage von mir und der FDP-Fraktion an die Bundesregierung hervorgeht, werden wichtige Investitionen in die Schienen-Infrastruktur in Baden-Württemberg auf unabsehbare Zeit verschoben. Dies gilt für Weichen, Bahnkurven, Ausweichstrecken, die Signaltechnik, Leit- und Sicherheitstechnik, Elektrifizierungslücken, Überholgleise, Gleisanschlüsse, das 740-Meter-Güterzugnetz, heruntergekommene Bahnhöfe, Brücken und Tunnel.

JUNG: „Bahn investiert nicht vorausschauend in Vorbereitungen für den Winter“

Berlin/Karlsruhe. Der FDP-Bundestagsabgeordnete und Verkehrspolitiker Christian Jung (Karlsruhe-Land) bemängelt die seiner Meinung nach ungenügenden Vorkehrungen für den Winter bei der Deutschen Bahn. Aus einer Kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion der Freien Demokraten FDP an die Bundesregierung (Drucksache des  Deutschen Bundestages 19/10660) geht hervor, dass zum Beispiel zu wenige Weichen mit Heizungen ausgestattet und Anschaffungen von Lokomotiven mit Schneeräumtechnik seit 2012 ins Stocken geraten sind. Dazu sagte Jung in Karlsruhe (1.7.2019):

„Während es in Deutschland weiter heiß ist, sollte die Deutsche Bahn schon jetzt den Herbst und Winter vorbereiten. Doch die Deutsche Bahn investiert leider nur unzureichend in die Vorbereitungen für das Winterhalbjahr. Nur 70 Prozent der Weichen im Netz sind mit Weichenheizungen ausgestattet und gerade einmal 18 Prozent mit Verschlussfachabdeckungen. Wenn man sich zudem auf bundesweit nur 72 Schienen-Fahrzeuge mit Schneeräumtechnik verlässt ist klar, warum viele der Strecken schon bei geringem Schneefall nicht mehr befahrbar sind. Bei entsprechend winterlichen Verhältnissen wie 2018/2019 in Bayern oder Baden-Württemberg kommt der Zugverkehr dann aufgrund fehlender Technik schnell bundesweit zum Erliegen. Die Bahn braucht deshalb strategisch vorausschauende Investitionen in Wetterereignisse und das Winterhalbjahr.“

Treffen mit den JuLis Frankfurt

Veranstaltung der Junge Liberale JuLis Frankfurt am 24. Juni 2019 mit dem FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Jung zum Thema „Fernbahntunnel Frankfurt“. Dabei wurde deutlich, dass Jung das zurzeit mit etwa 3,5 Milliarden Euro Kosten geplante Projekt der Bundesregierung und der Deutschen Bahn äußerst kritisch sieht. Viel wichtiger sei die Sanierung des Bahnknotens Frankfurt am Main, des Vorfeldes des Hauptbahnhofs und von funktionierenden Ausweichstrecken in Hessen in den kommenden Jahren. Erst danach werde es um die Frage gehen, ob der Fernbahntunnel wirklich realisiert wird. Aktuell hält dies Jung für wenig realistisch. TJ

JUNG: „Bundesregierung und Deutsche Bahn müssen die Probleme an den Schweißnähten bei den ICE4-Zügen endlich ernst nehmen“

ICE4 Symbolbild (pixabay/holzijue)

Berlin. Der FDP-Bundestagsabgeordnete und Verkehrspolitiker Christian Jung kritisiert die Bundesregierung für ihren Umgang mit den Problemen an den Schweißnähten beim ICE4. Anlass ist die veröffentlichte Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage von Jung und der Bundestagsfraktion der Freien Demokraten zum Thema „Probleme mit Schweißnähten am ICE4“ (Deutscher Bundestag Drucksache 19/10190). Dazu sagte Christian Jung in Berlin:

„Die Bundesregierung sieht keine Gefährdung von Reisenden aufgrund von Mängeln an den Schweißnähten bei den ICE4-Zügen. Dabei beruft sie sich auf die Aussagen der Deutschen Bahn AG sowie der Hersteller und nicht genannter Gutachter. Ob jedoch bestehende Sicherheitsvorschriften wie die Crashnorm nach EN 15227 weiterhin eingehalten werden können, ist nicht klar.