Karrais und Jung: Gäubahn muss zweispurig ausgebaut werden

Auf dem Rottweiler Bahnhof machte sich der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung ein Bild über die Situation vor Ort. Auf Einladung von FDP-Landtagsabgeordneten Daniel Karrais kam es zum Informationsaustausch, an dem neben dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Josef Rack auch interessierte Bürger teilnahmen. (Foto: FDP)

Der Ausbau der Gäubahn ist ein wichtiges Anliegen. Darum hat der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais seinen Kollegen Christian Jung aus dem Bundestag nach Rottweil eingeladen. Im Mai wurde kommuniziert, dass eine Finanzierungsvereinbarung mit der Bahn zum teilweise zweispurigen Ausbau der Gäubahn geschlossen worden sei. „Laut Verkehrsministerium liegt eine Finanzierungsvereinbarung vor, die Einzelheiten wurden den zuständigen Verkehrspolitikern im Verkehrsausschuss bisher aber nicht übermittelt“, sagte Jung. Er hat die Unterlagen nun bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer angefordert, da in der Vergangenheit immer wieder über den neuerlichen „Einsatz von Neigetechnik-Zügen auf der Strecke für die Finanzierung philosophiert“ wurde. Dies hält Christian Jung nicht für zielführend, da die Neigetechnik wegen der technischen Probleme der vergangenen Jahre keine Option mehr für den Schienenpersonenverkehr und besonders den Fernverkehr bei Neubestellungen von Zügen sei.

JUNG: „Fehlende Ausweichstrecken: Wir sind auf einen schweren Bahn-Unfall im Mittelrheintal nicht vorbereitet!“

Berlin/Mainz/Koblenz. Der FDP-Bundestagsabgeordnete und Verkehrspolitiker Christian Jung (Karlsruhe-Land) beschäftigt sich seit der Tunnelhavarie von Rastatt-Niederbühl im Jahr 2017 auch intensiv mit den beiden Mittelrheintalstrecken der Bahn. Wegen des weiter steigenden Aufkommens von Güterzügen zwischen Köln/Koblenz und Mainz/Frankfurt rechnet er wegen des Zustandes der Schieneninfrastruktur immer mit möglichen und unbestimmten Streckensperrungen, die sofort eintreten können. Nach verschiedenen Vor-Ort-Besuchen ist er zudem der Auffassung, dass die Deutsche Bahn und die Bundesregierung nicht auf einen schweren Bahnunfall im Mittelrheintal vorbereitet sind. Jung sagte nach der Veröffentlichung der Antworten der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von ihm und der FDP-Bundestagsfraktion „Sicherung von Zugfahrten entlang der Mittelrheintalbahn“ (Bundestagsdrucksache Nr. 19/10781) am Montag:

„Das Bahnchaos am Wochenende in Norddeutschland zwischen Hamburg und Westerland/Sylt zeigt auch für das Mittelrheintal: Wir dürfen es uns nicht zu einfach machen. Die Mittelrheintalstrecken der Bahn sind für die deutsche und europäische Bahn-Güter-Logistik eines der wichtigsten Nadelöhre überhaupt. Durch das Mittelrheintal werden täglich auch Gefahrgüter transportiert, so dass in den sechs alten Eisenbahn-Tunneln und ihren engen Schienenradien immer auch Brandschutz-Herausforderungen bestehen. Insgesamt ist es ein riesiges Problem, dass für das weiter steigende Aufkommen von Güterzügen zwischen Köln/Koblenz und Mainz/Frankfurt keine funktionsfähigen Ausweichstrecken (Redundanzen) für die benötigten Kapazitäten bestehen.

Bei Streckensperrungen von kurzer oder längerer Dauer würden alle Güter in der Regel auf Lkw verladen, da es ebenso auf dem Rhein wegen der nicht durchgeführten Vertiefung keine weiteren oder zu wenige zusätzliche Transport-Kapazitäten gibt.

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JUNG: „Die Wirtschaft kann sich in Deutschland nicht auf den Schienentransport bei der Deutschen Bahn verlassen“

2018 waren 39,3 Prozent aller Güterzüge in Deutschland verspätet (keine Unterteilung zwischen DB Cargo und privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen)

2018 konnten 5900 Sonderzugsanfragen bei DB Cargo aus Kapazitätsgründen nicht angenommen werden

Berlin. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung bemängelt seit langem die Pünktlichkeit im Schienengüterverkehr. Aus einer Kleinen Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion an die Bundesregierung (Drucksache Deutscher Bundestag 19/9069) geht hervor, dass die Pünktlichkeit im Schienengüterverkehr in den vergangenen zehn Jahren stetig abgenommen hat. Christian Jung sagte dazu am 9. Mai 2019 in Berlin:

JUNG: Keine durchdachten Planungen für das Mittelrheintal beim Schienengüterverkehr erkennbar

Mainz/Koblenz/Berlin. Die Bundesregierung sieht die Kapazität des Schienennetzes im Mittelrheintal als ausreichend an, um einen Anstieg des Zugverkehrs insbesondere für Güterzüge bis 2030 ohne einen Ausbau zu bewältigen. Dies geht aus den Antworten einer Kleinen Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag hervor (Drucksache 19/8395). Die Bürger müssen somit mit einer weiteren Zunahme von Zügen und Lärm rechnen. Der FDP-Bundestagsabgeordnete und Verkehrspolitiker Christian Jung teilt die Einschätzung der Bundesregierung nicht und sagte dazu in Berlin (4.4.2019):

JUNG: „Fühle mich bei Stuttgart 21-Finanzproblemen von Bundesregierung und der Deutschen Bahn getäuscht“

Karlsruhe/Berlin. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung (Baden-Württemberg) sagte vor der morgigen Aufsichtsratssitzung der Deutschen Bahn zu den bekannt gewordenen Finanzproblemen der Deutschen Bahn insbesondere zu Stuttgart 21 und der Schnellfahrstrecke Wendlingen-Ulm am Dienstag (26.3.2019) in Karlsruhe:

„Ich fühle mich von der Bundesregierung und insbesondere der Spitze der Deutschen Bahn in Bezug auf die Finanzprobleme und die anstehenden Kostenüberschreitungen bei Stuttgart 21 und der Schnellfahrstrecke Wendlingen-Ulm massiv getäuscht. Die nun vor der Aufsichtsratssitzung bekannt gewordenen Finanzprobleme wurden noch im Januar 2019 nach ersten Hinweisen verneint, Bahnchef Dr. Richard Lutz versicherte permanent, dass man das Thema ‚Stuttgart 21‘ unter Kontrolle habe und man nicht mehr als 8,2 Milliarden Euro dafür benötige.