Karrais und Jung: Gäubahn muss zweispurig ausgebaut werden

Auf dem Rottweiler Bahnhof machte sich der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung ein Bild über die Situation vor Ort. Auf Einladung von FDP-Landtagsabgeordneten Daniel Karrais kam es zum Informationsaustausch, an dem neben dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Josef Rack auch interessierte Bürger teilnahmen. (Foto: FDP)

Der Ausbau der Gäubahn ist ein wichtiges Anliegen. Darum hat der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais seinen Kollegen Christian Jung aus dem Bundestag nach Rottweil eingeladen. Im Mai wurde kommuniziert, dass eine Finanzierungsvereinbarung mit der Bahn zum teilweise zweispurigen Ausbau der Gäubahn geschlossen worden sei. „Laut Verkehrsministerium liegt eine Finanzierungsvereinbarung vor, die Einzelheiten wurden den zuständigen Verkehrspolitikern im Verkehrsausschuss bisher aber nicht übermittelt“, sagte Jung. Er hat die Unterlagen nun bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer angefordert, da in der Vergangenheit immer wieder über den neuerlichen „Einsatz von Neigetechnik-Zügen auf der Strecke für die Finanzierung philosophiert“ wurde. Dies hält Christian Jung nicht für zielführend, da die Neigetechnik wegen der technischen Probleme der vergangenen Jahre keine Option mehr für den Schienenpersonenverkehr und besonders den Fernverkehr bei Neubestellungen von Zügen sei.

Treffen mit den JuLis Frankfurt

Veranstaltung der Junge Liberale JuLis Frankfurt am 24. Juni 2019 mit dem FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Jung zum Thema „Fernbahntunnel Frankfurt“. Dabei wurde deutlich, dass Jung das zurzeit mit etwa 3,5 Milliarden Euro Kosten geplante Projekt der Bundesregierung und der Deutschen Bahn äußerst kritisch sieht. Viel wichtiger sei die Sanierung des Bahnknotens Frankfurt am Main, des Vorfeldes des Hauptbahnhofs und von funktionierenden Ausweichstrecken in Hessen in den kommenden Jahren. Erst danach werde es um die Frage gehen, ob der Fernbahntunnel wirklich realisiert wird. Aktuell hält dies Jung für wenig realistisch. TJ

Pünktlichkeit muss auch für Güterzüge gelten


Verspätungen von bis zu einer Woche bei DB Cargo sind ein Problem für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Karlsruhe/Berlin. Zu den Berichten über die von Bahnchef Dr. Richard Lutz am 11. März 2019 präsentierte angebliche Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr der Deutschen Bahn von etwa 80 Prozent sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung, Berichterstatter der FDP-Bundestagsfraktion für Güterverkehr und Logistik, in Karlsruhe (11.3.2019):

„Mich erreichen zurzeit täglich Meldungen von aufgebrachten Spediteuren aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen, die über immer mehr verspätete Güterzüge berichten. Mit verschiedenen Rechentricks versuchen der angeschlagene Bahnchef Dr. Richard Lutz und sein bisheriges Vorstandsteam die Pünktlichkeitsquote im Fernverkehr zu frisieren und schön zu rechnen. Jeder weiß, dass die Pünktlichkeitsquote von 80 Prozent im Februar 2019 Interpretationsspielräume hat.

In diesem Zusammenhang ist es eine Zumutung, wenn Güterzüge bis zu eine Woche verspätet bei den Kunden ankommen, wegen fehlendem Personal nicht gelöscht werden können und infolgedessen Güterzüge ausfallen und zusätzliche LKW-Fahrten gebucht werden. In der Fernverkehrs-Verspätungs-Logik von Herrn Lutz könnten infolgedessen Güterzüge erst ab einem Tag als verspätet gewertet werden.

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