JUNG: „Bundesregierung nimmt Frequenzbedarf der Kultur- und Kreativwirtschaft nicht ernst und verschläft Weltfunkkonferenz“

Berlin. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung (Karlsruhe-Land) kritisiert die Bundesregierung für ihre Untätigkeit bei der Unterstützung der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland. Es geht um Millionen Deutsche, die drahtlose Produktionsmittel wie Funkmikrofone nutzen. Besonders betroffen sind Schauspieler, Künstler, Hochschullehrer – aber auch Betreiber von Messen und Veranstaltungsorten. Ihnen allen droht ein Frequenzmangel nach der Weltfunkkonferenz im Herbst 2019. Anlass dazu ist die veröffentlichte Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage von Jung und der Bundestagsfraktion der Freien Demokraten zum Thema „Deutscher Mittelstand und Weltfunkkonferenz 2019“ (Drucksache 19/09425). Dazu sagte Christian Jung am 10. Mai 2019 in Berlin:

„Die Bundesregierung erklärt, dass die Besitzer von Funkmikrofonen zurzeit bis zu 400 MHz Spektrum nutzen oder mitnutzen können. Diese Zahl ist völlig aus der Luft gegriffen und hat keinen Bezug zur Realität. Denn in vielen dieser fragmentierten Frequenzbereiche, die die Bundesregierung einfach addiert hat, gibt es Störungen, die einen professionellen Einsatz drahtloser Produktionsmittel unmöglich machen. Andere Frequenzbereiche sind nur theoretisch nutzbar – es gibt keine Geräte für sie. Nutzerverbände gehen daher von 160 MHz aus, die in Deutschland zur Verfügung stehen, keinesfalls 400 MHz. Damit werden Spektren ausgewiesen, die voll mit Störungen sind.

Industrie 4.0 geht nur mit Industriefrequenzen

Im Ökonomenblog der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung, Mitglied des Bundestagsausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur, einen Gastbeitrag zum Thema Industriefrequenzen und 5G veröffentlicht. Dieser ist abrufbar unter:

Gastbeitrag in englischer Sprache: http://christian-jung-bundestag.de/?p=1905

Gastbeitrag in französischer Sprache: http://christian-jung-bundestag.de/?p=1895

Gastbeitrag:

„Industrie 4.0 geht nur mit Industriefrequenzen

CHRISTIAN JUNG

Alle reden über das neue Mobilfunknetz 5G. Dass 5G rasch kommen muss, ist inzwischen Allgemeingut. Dann würde das vielbeschworene „Internet der Dinge“ Realität. Der erste Schritt ist die geplante Frequenzversteigerung im Frühjahr. Doch zu häufig denken wir bei 5G nur an Verbraucheranwendungen wie smarte Kühlschränke und autonomes Fahren. Noch wichtiger ist 5G für die Industrie in einer auf Wettbewerb ausgerichteten Sozialen Marktwirtschaft.

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