Jung: Mit Enteignungen schafft man keine einzige neue Wohnung

Ettlingen/Bretten. Wohnraum wird in deutschen Großstädten und Ballungszentren, wie der Region Karlsruhe, knapper und die Mieten steigen seit Jahren. Dagegen gehen tausende Menschen auf die Straße. „Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum“, sagt der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung (Karlsruhe-Land) nach einer aktuellen Stunde im Deutschen Bundestag. Dafür gebe es nur ein gutes Rezept: bauen, bauen, bauen. Jung betont: „Dieses Problem lässt sich nur mit Markt- und nicht mit Planwirtschaft lösen. Wir fordern daher eine Offensive für schnelleres und günstiges Bauen.“

Interview mit Christian Linder vom 9. April 2019 zum Thema Enteignung und Wohnungsknappheit.

Die Forderung nach Enteignungen von Grünen, Linken und aus der SPD sei völlig abwegig. „Damit schafft man keine einzige neue Wohnung. Enteignungen führen nur zu Entschädigungsansprüchen gegenüber den Steuerzahlern“, kritisiert Christian Jung. Das sei Geld, das dem Staat dann an anderer Stelle fehlen würde, etwa beim sozialen Wohnungsbau. Stattdessen fordert Jung mehr Wohnungen: „Es muss mehr Bauland ausgewiesen, die Baugenehmigungen beschleunigt und der Dachgeschossausbau erleichtert werden.“ Zusätzlich müssten die Belastungen durch Steuern und Baustandards gesenkt werden. „Der Staat darf nicht länger Preistreiber Nummer eins sein“, so Jung.

Am Schmutzingen Donnerstag in Stutensee

Man(n) sollte nie am Schmutzigen Donnerstag eine Oberbürgermeisterin besuchen. Trotzdem habe ich mich gestern gefreut, die 2018 neu gewählte Oberbürgermeisterin Petra Becker Stutensee zusammen mit Stadträtin und FDP-Ortsvorsitzenden Edith Nagel im Rathaus zu besuchen. Themen waren neben meiner Krawatte die Verkehrssituation rund um Stutensee und die Schaffung von Wohnraum. CJ

Klares Bekenntnis zur Schaffung von Wohnraum in Büchig

FDP-Bundestagsabgeordneter Dr. Christian Jung zu Gast im Stutenseer Rathaus
 
Stutensee-Blankenloch. Zu einem Informationsgespräch trafen sich im Dezember 2017 FDP-Bundestagsabgeordneter und Regionalrat Dr. Christian Jung (Karlsruhe-Land) mit Oberbürgermeister Klaus Demal und der Ersten Bürgermeisterin Sylvia Tröger im Rathaus. Nach vielen Hintergrundinformationen zur aktuellen Kommunalpolitik ging es bei dem Treffen vor allem um die Verkehrs- und Infrastrukturplanung in der Region Karlsruhe, die Gewerbeansiedlung und die Wohnraumschaffung.
 
Christian Jung begrüßte ausdrücklich die Pläne der Stadt Stutensee und der sehr großen Mehrheit des Gemeinderates in Büchig neuen Wohnraum zu erschließen. „Die Region Karlsruhe ist bis 2040 die Boomregion in Deutschland. Um die Wirtschaftsleistung und die Lebensqualität zu sichern sowie Fachkräften überhaupt die Möglichkeit zu bieten, bei uns mit ihrer Familie wohnen zu können, brauchen wir bezahlbaren und attraktiven Wohnraum“, sagte der liberale Abgeordnete. Darauf müsse auch die Verkehrs-Infrastruktur neu ausgerichtet werden. So setzt sich Christian Jung für den Bau der Zweiten Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth mit einer Anbindung an die B36 ein. Bei der immer mehr durch Güterzüge frequentierten Bahnstrecke durch Stutensee setzt Jung zudem auf einen verbesserten Lärmschutz und Optimierungs-Baumaßnahmen sowie ein besseres Schienenschleif-Management. (TJ/CJ)