Jung setzt sich weiterhin für eine Erdkabel-Trasse ein

Eggenstein-Leopoldshafen / Landkreis Karlsruhe. Der geplante Stromnetzausbau zwischen Weinheim und Karlsruhe schlägt noch immer hohe Wellen in der Region. Beim Besuch des FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Jung bei Bürgermeister Bernd Stober in Eggenstein-Leopoldshafen stand das überregionale Großprojekt deshalb ganz oben auf der Themenliste. Gemeinsam will man beim Thema nun weiter Druck machen.

„Der Prozess ist noch immer offen und eine Entscheidung zur Umsetzung noch lange nicht gefallen“ sind sich der Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Karlsruhe-Land und der Rathauschef einig. „Die Projektverantwortlichen werben mit dem NOVA-Prinzip (Netzoptimierung vor Netzverstärkung vor Netzausbau) doch schon bei der Optimierung der bestehenden Infrastruktur tauchen zu viele Fragezeichen auf“ betont Jung und plädierte ein weiteres Mal für eine Erdkabel-Trasse, bei der die Kabel unterirdisch geführt werden. Diese könnten rund um Eggenstein-Leopoldshafen und Neureut zu einer Beschleunigung des Netzausbaus beitragen und gleichzeitig die Probleme vor Ort hinsichtlich der immer noch ungeklärten Fragen zum Trassenverlauf lösen. Aus Sicht von Bürgermeister Stober darf die künftige Lösung vor allem Baugebiete und übrige gemeindliche Erweiterungsflächen nicht beeinträchtigt. Die Gemeinde selbst hatte bis zuletzt für eine Verlegung des gesamten Leitungs- und Trassenbestandes geworben.

Zur Lösung der offenen Fragen regte Jung einen gemeinsamen Besuch mit dem Rathauschef bei der Bundesnetzagentur an. „Es gibt keine plausible Erklärung dafür, warum alternative Verläufe und Techniken nicht in Betracht kommen sollten“ unterstrich Jung „wir werden unser Anliegen daher direkt mit dem Präsidium der Bundesnetzagentur in Bonn besprechen“. Jung ist stellvertretendes Mitglied im Beirat bei der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen.

Treffen mit Bürgermeister Stober

Gedankenaustausch von FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Jung (Karlsruhe-Land) mit Bürgermeister Bernd Stober (l.) in Eggenstein-Leopoldshafen zusammen Bürgermeister-Stellvertreter und FDP-Kreistagsfraktionsvorsitzenden Willy Nees (2.v.r.) und FDP-Ortsvorsitzenden Armin Fritzenschaf. Themen u.a. Wohnraum, Verkehrsentwicklung und Infrastruktur-Planung sowie Stromtrasse. TJ

Eggenstein-Leopoldshafen: „Erdkabel könnten Netzausbau beschleunigen und Probleme vor Ort lösen“

FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung will Eggenstein-Leopoldshafen von Strommasten befreien

Eggenstein-Leopoldshafen/Landkreis Karlsruhe. Bei der geplanten Verstärkung der bestehenden 220-Kilovolt-Freileitung zwischen Weinheim und Karlsruhe und der Umstellung auf 380 Kilovolt auf einer Länge von etwa 80 Kilometern gibt es für den FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Jung (Karlsruhe-Land) noch erheblichen Diskussionsbedarf. „Erdkabel rund um Eggenstein-Leopoldshafen und Neureut könnten den Netzausbau beschleunigen und die Probleme vor Ort lösen“, sagte Christian Jung nach Gesprächen in Eggenstein-Leopoldshafen und Neureut. Von den für die „Energiewende“ erforderlichen 7700 Kilometern Stromleitungen, sind nach Mitteilung der Bundesnetzagentur gerade einmal 1750 Kilometer genehmigt und nur 950 Kilometer bereits fertiggestellt. „Eggenstein-Leopoldshafen: „Erdkabel könnten Netzausbau beschleunigen und Probleme vor Ort lösen““ weiterlesen

Besuch am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Die FDP-Landtagsabgeordnete und wirtschaftspolitische Sprecherin Gabriele Reich-Gutjahr (Stuttgart) und FDP-Bundestagsabgeordneter Dr. Christian Jung (Karlsruhe-Land) besuchten am 5. April 2018 den KIT-Hightech-Inkubator im Campus Nord in Eggenstein-Leopoldshafen.

Dabei gab es einen intensiven Austausch mit Prof. Dr. Thomas Hirt, dem KIT-Vizepräsidenten für Internationales und Innovation, und Thomas Neumann, Leiter Gründungen und Beteiligungen des KIT. Außerdem wurden die Nanoscribe GmbH sowie die otego GmbH mit ihren beiden CEOs Martin Hermatschweiler und Frederick Lessmann besucht.

Am 6. April fand dann vor den Toren des Campus Nord der feierliche Spatenstich des ZEISS Innovation Hub@KIT mit der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, dem Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka, und dem Vorsitzenden des Konzernvorstands der ZEISS Gruppe, Professor Michael Kaschke, statt. Das Gebäude soll rund 12.000 Quadratmeter Fläche zur Nutzung für Büros, Besprechungsräume, Labore und die Produktion haben. Zeiss investiert nach eigenen Angaben rund 30 Millionen Euro.