Widerstand gegen unkontrollierte Flutungen von Rhein-Naturschutzgebieten in der Region Karlsruhe notwendig


JUNG: Bevölkerung und betroffene Kommunen sollten Widerstand gegen unkontrollierte „ökologische Flutungen“ und ungesteuerte Polderplanung zwischen Au am Rhein/Rheinstetten und Dettenheim-Philippsburg leisten

FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung (Karlsruhe-Land) wendet sich gegen die Zerstörung der Naturschutzgebiete innerhalb der geplanten Polder „Bellenkopf/Rappenwört“ und „Elisabethenwört“ in der Region Karlsruhe / Nur gesteuerte Polder ohne permanente Flutungen sind für den liberalen Abgeordneten akzeptabel

Rheinstetten/Dettenheim/Philippsburg. Vor dem öffentlichen Erörterungstermin zu den Einwendungen zur Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens für den Bau und Betrieb des Retentionsraums „Bellenkopf/Rappenwört“ am 7. und 8. November 2018 in der Messe Karlsruhe hat FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung (Karlsruhe-Land) zum Widerstand und der Ausnutzung aller rechtlichen Möglichkeiten gegen die Polderpläne der grün-schwarzen Landesregierung zwischen Au am Rhein/Rheinstetten und Dettenheim/Philippsburg (Elisabethenwört) aufgerufen.

„Ich setze mich für zwei gesteuerte Polder ohne permanente unkontrollierte Flutungen von zwei sehr wertvollen Naturschutzgebieten ein. Ich rufe die Bevölkerung und die betroffenen Kommunen auf, mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln Widerstand gegen die sog. ‚ökologischen Flutungen‘ zu leisten“, sagte Jung nach einem Gespräch mit Mitgliedern von Bürgerinitiativen in Neuburgweier und Au am Rhein.

In vielen Gesprächen habe man mit Argumenten in den vergangenen Jahren versucht, vor allem die Grünen und die mit ihnen „sehr eng abgestimmten“ Verbände wie den BUND und den NABU von den unkontrollierten Flutungen abzubringen. „Mit Umwelt- und Hochwasserschutz haben die Pläne nichts zu tun. Leider ist die CDU zu schwach, gesteuerte Polder und einen durchdachten Naturschutz in der baden-württembergischen Landesregierung durchzusetzen“, betonte Christian Jung, der sich auch als Regionalrat seit vielen Jahren für eine gute Lösung für Natur und Umwelt am Rhein engagiert.

Zuletzt hatte eine Anfrage der FDP/DVP-Landtagsfraktion an die Landesregierung ergeben, dass diese nach wie vor hinter dem Konzept der ökologischen Flutungen steht (Drucksache Landtag Baden-Württemberg 16/4580). Die Meinung der Regierung steht nach Analyse von Christian Jung im Widerspruch zu Aussagen und Statements von Landwirtschaftsminister Peter Hauk und einigen CDU-Landtagsabgeordneten bei einem Vor-Ort-Termin in Dettenheim und Philippsburg im August 2018.