Freie Demokraten: Digitalisierung und Bildung schließen sich nicht gegenseitig aus

 „1. Infrastruktur

Die Investitionen in die digitale Infrastruktur sind die Grundvoraussetzungen. Wir müssen dafür sorgen, dass an allen Schulen und für alle Schülerinnen und Schüler die gleichen Bedingungen gelten. Das allein reicht aber nicht.

2. Schulung

Wir müssen gleichzeitig auch in die Weiterbildung der Lehrer investieren, so dass die bereitgestellte Infrastruktur zielgerichtet und fächerübergreifend im Unterricht zur Anwendung kommen kann. Nur, wenn die Lehrerinnen und Lehrer vom Mehrwert des digitalen Lehrens überzeugt sind, werden sie die Möglichkeiten auch nutzen und den Schülerinnen und Schülern Medienkompetenz mit Freude beibringen wie Lesen oder Schreiben.

3. Digitaler Lehrplan

Letztendlich müssen wir die digitale Bildung im Lehrplan verankern. Es muss pädagogische Konzepte geben. Die Länder müssen verpflichtet werden, ihre Lehrpläne entsprechend umzuschreiben. Die in Art. 104c GG beschriebene „Sicherstellung der Qualität und der Leistungsfähigkeit des Bildungswesens“ bedeutet für uns auch die Festlegung von Qualitätsstandards. Wenn wir als Bund den Ländern Gelder zur Verfügung stellen, müssen wir auch Standards festlegen und Inhalte mitbestimmen können.“

Christian Jung zeigte bei der Veranstaltung Unverständnis für die ablehnende Haltung der grün-schwarzen Landesregierung und besonders von Ministerpräsident Winfried Kretschmann gegenüber dem Digitalpakt. (TJ/Foto: Uwe Wirkner)