Christian Jung besucht Rastatter Landrat Jürgen Bäuerle

Besprochen wurde auch der ausdrückliche Wunsch einer gut funktionierenden Zusammenarbeit mit Frankreich für einen grenzüberschreitenden Verkehr. „So lange man nicht auf Bundesebene mit Paris Vereinbarungen trifft, kommen wir beim Ausbau dringend benötigter Infrastrukturmaßnahmen nicht voran. Gerade für das Thema Ausweichstrecken im Schienengüterverkehr mit einer linksrheinischen Umleitung für Notfälle, müssten wir die Wintersdorfer Brücke reaktivieren. Treffen auf Landes- oder Kommunalebene führen hier leider zu nichts.“, mahnt Christian Jung bei dem Treffen.

Zum Abschluss wurde vor Ort am Infocenter des Rastatter Tunnelbauprojektes der Deutschen Bahn noch über den dürftigen Kenntnistand zur Tunnelhavarie vom August 2017 gesprochen. Nach wie vor ungeklärt ist die Ursache der Tunnelhavarie auf der Rheintalstrecke. Selbst eineinhalb Jahre später ist man noch nicht weiter, die Bohrvortriebsmaschine ist direkt unter der alten Strecken einbetoniert und eine Lösung für die Bergung noch nicht gefunden. Die Gutachter wollen bis Ende 2019 geklärt haben, was den Schaden verursacht hat. Erst dann können betroffene Firmen auch Schadensersatz, der durch die 50-tägige Sperrung entstanden ist, geltend machen. Jung ist seit Monaten entsetz: „Das schwere Unglück verzögert die Fertigstellung natürlich erheblich und die direkt betroffenen Anwohner von Rastatt-Niederbühl werden die Auswirkungen noch eine ganze Weile länger aushalten müssen. Wichtig ist jetzt, dass die Bahn ihre Informationspolitik verbessert und das Thema Ausweichstrecken endlich ernst genommen wird. Der wirtschaftliche Schaden ist enorm und unsere Schweizer Nachbarn warten ebenfalls auf die Klärung des Unglücks, da es auch hier zu einem enormen volkswirtschaftlichen Schaden gekommen ist.“