Praktikumsbericht von Jonathan Wippel:

Wenn dann Herr Jung auf dem Weg in den Wahlkreis selbst in ein Verkehrschaos gerät, dann erkennt man, dass für das Amt auch eine große Portion Überzeugung und Herzblut benötigt wird.

Zu meinen Aufgaben gehörte es unter anderem, das Team im Hinblick auf Termine bei der Vorbereitungsarbeit zu unterstützen und bei der Erarbeitung von parlamentarischen Initiativen mitzuwirken. Außerdem habe ich Ausarbeitungen zu aktuellen Themen  verfasst und Herrn Jung in Ausschusssitzungen und Gremien begleitet. Kaffee kochen und Kopieren suchte man vergeblich in meinen Aufgaben.

Es war sehr interessant zu sehen, wie die Parteien im Plenarsaal miteinander umgegangen sind. Zwischenrufe seitens der Grünen machten es für FDP-Redner alles andere als einfach. Und die AfD wusste die Abstimmungen zum Teil bewusst zu erlahmen, in dem sie sich nicht zu den Stimmkabinen bewegten, oder vor dem Beginn von Abstimmungen trotz Ermahnung einfach nicht auf ihren Sitzen Platz nahmen. Durch den Hausausweis hatte ich außerdem die Möglichkeit, mich in den Gebäuden des Bundestags frei zu bewegen. So sieht man Politiker hautnah, die man sonst nur aus Talkshows kennt.

Abschließend kann ich sagen, dass ich durch das Praktikum viele neue Erkenntnisse gewinnen konnte, die mich auch persönlich weitergebracht haben. Gleichzeitig wird einem auch immer wieder bewusst, dass die Demokratie ein wertvolles Gut ist, das es zu verteidigen gilt. Und sei es nur, durch das Wahrnehmen des Wahlrechts.

Ich bedanke mich bei Christian Jung und seinem gesamten Team für die Möglichkeiten, die mir hier geboten wurden und für die freundliche und offene Begegnung mir gegenüber. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, nicht wirklich Teil des Teams zu sein.