JUNG: Mittelrheintal – FDP erhöht Druck durch eigenen Antrag im Bundestag

Eine Machbarkeitsstudie zum Bau einer alternativen Güterzug-Trasse zur Entlastung des Mittelrheintals muss umgehend in Auftrag gegeben werden. Infolgedessen ist der Bundestag über die Planung, Umsetzung und über neueste Erkenntnisse in regelmäßigen Abständen zu berichten.

Es ist zwingend erforderlich, eine Machbarkeitsstudie zum Westerwald-Taunus-Tunnel zur Entlastung des Mittelrheintals ebenfalls umgehend in Auftrag zu geben und transparent über die Ergebnisse zu berichten. In diesem Zusammenhang müssen die Zulaufstrecken für die Mittelrheintalbahn auf ihre Kapazitätsfähigkeit überprüft und gegebenenfalls in die Machbarkeitsstudien mit einbezogen werden. Es gilt dabei funktionierende Ausweichstrecken für die Mittelrheintalbahn zu planen, um im Fall eines Notfalls oder einer Streckensperrung den Zugverkehr umleiten zu können, um eine wirtschaftliche Katastrophe wie bei der Tunnelhavarie in Rastatt vor fast zwei Jahren auszuschließen.

Wir brauchen deshalb einen strategischen Plan für betriebsbereite Ausweichstrecken für Güterzüge im gesamten Bundesgebiet und mehr Kooperation mit den Nachbarländern. Der Plan sollte insbesondere die Optimierung und ggf. Elektrifizierung von Bestandsstrecken im gesamten Bundesgebiet berücksichtigen, die durch die Reaktivierung von abgebauten Überholgleisen, zusätzlichen Bahnkurven, Weichen sowie Brückenbauwerken kurz- und mittelfristig als Ausweichstrecken zur Verfügung stehen könnten. Im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel müssen die betroffenen Strecken bundesweit und zeitnah mit digitalen Sicherungssystemen ausgestattet werden.“