Jung: Probleme an Schweißnähten bei ICE4-Zügen müssen sofort aufgeklärt werden

„Es muss nun dringend geklärt werden, warum die Probleme an den neuen ICE4-Zügen erst jetzt festgestellt wurden. Ich erwarte dazu eine öffentliche Erklärung des Vorstandes der Deutschen Bahn, aus der hervorgeht, dass die Züge sicher sind. Stellungnahmen der Bahn-Pressestelle reichen nicht, zumal der Bundestagsausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur über den Sachverhalt nicht informiert wurde und es in jüngster Vergangenheit zum Beispiel auch Probleme beim ICE3-Brandschutz gab. In solchen Fällen ist Transparenz das wichtigste Gebot.

Zwar wurde die Abnahme von insgesamt 100 ICE4-Zügen mit einem Auftragsvolumen von sechs Milliarden Euro zunächst gestoppt. Doch muss ein Sicherheitsrisiko ohne Zweifel ausgeschlossen werden können. Ein Gutachten sollte deshalb umgehend in Auftrag gegeben werden, welches auch die entsprechenden Fehler im Produktionszyklus aufzeigt. Da die Abnahme der bestellten Züge gestoppt ist, kann man nun überlegen, ob man nicht auch eine ICE4-Doppelstockvariante produzieren lässt. Außerdem ist dies eine gute Gelegenheit, um endlich die für alle Personengruppen unbequemen Sitze im ICE4 besonders in der 2. Klasse auszutauschen.“