JUNG: „Die Wirtschaft kann sich in Deutschland nicht auf den Schienentransport bei der Deutschen Bahn verlassen“

„Die Wirtschaft und die Logistikunternehmen können sich in Deutschland und dem europäischen Ausland nicht auf den Transport auf der Schiene verlassen. Denn 39,3 Prozent aller Güterzüge waren 2018 in Deutschland verspätet, die Deutsche Bahn weiß allerdings nicht, wie viele ihrer Züge im Vergleich zu privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen verspätet sind. Dieses fehlende Controlling offenbart die aktuellen Management-Probleme der Deutschen Bahn. So konnten 2018 insgesamt 5900 Sonderzuganfragen bei DB Cargo aufgrund von Kapazitätsengpässen nicht angenommen und durchgeführt werden. Das führt nicht nur zu einem Schaden für Wirtschaft und Umwelt, sondern zerstört ebenso das Vertrauen der Unternehmen in die Infrastruktur der Deutschen Bahn. Die Unternehmen sind auf den zuverlässigen und pünktlichen Transport ihrer Waren angewiesen, müssen aber stets mit massiven Verzögerungen im Schienengüterverkehr rechnen. Die Zahlen belegen eindeutig: Wer behauptet, man könne schnell vom LKW auf die Schiene wechseln, der irrt, da weder eine dafür notwendige Infrastruktur, noch ausreichende Kapazitäten zur Verfügung stehen. Dies deckt sich mit der Kritik von nationalen und internationalen Spediteuren, die gerne mehr Güter auf die Bahn bringen würden. Wenn der Schienengüterverkehr bei der Deutschen Bahn und DB Cargo wie aktuell nicht funktioniert, klappt infolgedessen als Kettenreaktion auch der europäische Schienengüterverkehr nicht. Für den Klimaschutz ist dies eine dramatische Entwicklung.“