Karrais und Jung: Gäubahn muss zweispurig ausgebaut werden

Für den liberalen Bundespolitiker ist es zwingend, die Gäubahn wieder zweispurig auszubauen. Die Strecke sei eine internationale Verbindung, die als Magistrale von Mailand bis zu den Häfen in den Niederlanden weitergeführt werden könne. „Zudem ist die Gäubahn die Ausweichstrecke für die Rheintalbahn, sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr“, sagt der Bundestagsabgeordnete mit Blick auf die Tunnelhavarie von Rastatt vor zwei Jahren. Die Schweiz, so der FDP-Politiker, sei stark am zweispurigen Ausbau interessiert und würde diesen unter bestimmten Voraussetzungen sogar mitfinanzieren. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum auf deutscher Seite niemand zu Gesprächen über dieses Angebot bereit ist,” monierte Jung.

Insgesamt waren sich Karrais und Jung darüber einig, dass die Gäubahn nach Fertigstellung von Stuttgart 21 eine direkte Anbindung an den Hauptbahnhof benötige. „Die Gäubahn endet bald in Stuttgart-Vaihingen und ein Umstieg auf die S-Bahn wird nötig. Das darf nicht zur Dauereinrichtung werden“, ist FDP-Landtagsabgeordneter Karrais überzeugt. Es sei gefährlich, dass man aufgrund von Kapazitätsbedenken des neuen Bahnhofs über einen dauerhaften Halt in Vaihingen nachdenke, so Karrais. „Man hat uns außerdem eine direkte Anbindung an den Flughafen versprochen. Das müssen wir einfordern!“ Gemeinsam wollen die beiden Liberalen auf Landes- und Bundesebene dahingehend Initiativen einbringen und so ständig auf den Ausbau hinweisen.