JUNG: Arbeitslosigkeit von jungen Lehrern in den Sommerferien führt zur Abwanderung und Lehrermangel

Bei der Lehrer-Rekrutierung hilft es deshalb wenig, wenn Regierungspräsidentin Sylvia Felder bemerkt, „bei der Aussicht auf ein gutes Beamtenleben“ sei es „zumutbar, den Zeitraum zu überbrücken“. Diese Äußerung offenbart ein merkwürdiges Staatsverständnis, das schon in den 1980er-Jahren veraltet war. Natürlich gibt es auch angehende Lehrer, die am Ende ihrer Ausbildung von ihren Eltern nochmals unterstützt werden, die eine ähnliche finanzielle Situierung, familiäre Sozialisation und Lebenswelt wie die Regierungspräsidentin haben. Es gibt aber auch viele andere Beispiele, die mehrheitlich zeigen, dass es politisch klug wäre, die Junglehrer-Arbeitslosigkeit sofort zu beenden und mit einem überschaubaren Finanzbeitrag die Abwanderung in andere Bundesländer zu verhindern, wie dies die FDP/DVP-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg seit vielen Jahren fordert.“