Tunnelpanne von „Rastatt“ und Streckensperrung dürfen sich nicht wiederholen!

JUNG: Tunnelpanne und mehrwöchige Streckensperrung von „Rastatt“ müssen nun lückenlos aufgearbeitet werden

Zu der am 22. April 2018 erfolgten Gesamt-Veröffentlichung des Gutachtens„Volkswirtschaftliche Schäden aus dem Rastatt-Unterbruch“ der Hanseatic Transport Consultancy und des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen (NEE) e.V. erklärt der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung (Karlsruhe-Land):

„Nicht nur für die Bevölkerung am Oberrhein und in Baden-Württemberg, sondern ebenso für die deutsche und europäische Wirtschaft, ist es von Bedeutung, dass die Tunnelpanne und mehrwöchige Rheintalbahn-Streckensperrung von „Rastatt“ (12. August bis zum 2. Oktober 2017) lückenlos und transparent aufgearbeitet werden. Der von Gutachtern bezifferte Schaden von mindestens zwei Milliarden Euro für die europäischen Volkswirtschaften alleine im Güterbereich darf weder von der Bundesregierung noch von den Verantwortlichen der Deutschen Bahn ausgesessen werden. Dabei geht es nicht mehr nur um die Schlichtung der Bahn mit privaten Verkehrsunternehmen und mögliche Zahlungen, sondern um prinzipielle Fragen, was zum Beispiel genau um den 12. August 2017 geschah. Für die Freien Demokraten ist es wichtig, dass in Zukunft solche Unfälle und Streckensperrungen durch ein neuartiges Krisenszenario-Management der Deutschen Bahn vermieden wird. Dazu gehören für mich auch betriebsbereite EU-Ausweichstrecken für Güterzüge im gesamten Bundesgebiet und den benachbarten Ländern, mehr Überholgleise, zusätzliche Bahnkurven und eine durchdachte europäische Abstimmung.“

Christian Jung ist Berichterstatter der FDP-Bundestagsfraktion für den Bundesverkehrswegeplan, Güterverkehr und Logistik sowie die Eisenbahninfrastruktur in Südwestdeutschland. Er vertritt den Wahlkreis Karlsruhe-Land im Deutschen Bundestag und ist seit 2014 Mitglied der Versammlung des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein (Region Karlsruhe), zu der auch der Landkreis Rastatt gehört.

Eisenbahn-Streckensperrung von Rastatt kann sich jederzeit wiederholen

FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung (Karlsruhe-Land, 17.4.2018) zu den Antworten des Parlamentarischen Staatssekretärs Enak Ferlemann MdB in Bezug auf die Kleine Anfrage „740-Meter-Netz für Güterzüge“ (Drucksache 19/01417) der FDP-Bundestagsfraktion:

„Die lange und für die deutsche und internationale Wirtschaft tragische Eisenbahn-Streckensperrung von Rastatt-Niederbühl auf einer der wichtigsten europäischen Güterzugstrecken kann sich in Deutschland leider jederzeit wieder ereignen. Die Bundesregierung hat bisher ihre Hausaufgaben bezüglich der Vorfälle in Rastatt nicht gemacht und keine erkennbaren planerischen Konsequenzen gezogen. Dies kann man auch daran erkennen, dass insgesamt zu wenige Verlängerungen und Neubauten für Überholgleise in Deutschland geplant werden, die frühere, seit den 1990er-Jahren abgebaute Gleisstrukturen im Güterzugbereich nicht ersetzen, obwohl wir diese in allen Regionen dringend bräuchten.

„Eisenbahn-Streckensperrung von Rastatt kann sich jederzeit wiederholen“ weiterlesen

Verkehrsprobleme in Ettlingen durch A5/A8-Farhbahnerneuerungen

Beim Neujahrsempfang der Stadt Ettlingen am 7. Januar 2018 hat Oberbürgermeister Johannes Arnold darauf hingewiesen, dass Ettlingen und das Umland in den vergangenen Monaten sehr unter den Fahrbahnerneuerungen der A5 zwischen Ettlingen/Karlsruhe und Rastatt gelitten hat. Denn durch die massiven Rückstaus vor den Baustelleneinfahrten und Unfällen im Baustellenbereich kam viel Umfahrungsverkehr auch durch Ettlingen hindurch und strapazierte die ohnehin schon angespannte Verkehrslage. Auf diese Probleme hatte ich selbst mehrfach hingewiesen.

Oberbürgermeister Arnold fordert nun den Bund auf, die Stadt Ettlingen bei einem Verkehrskonzept gegen den zusätzlichen Durchgangsverkehr zu unterstützen. Denn in den kommenden Monaten wird die Fahrbahn auf der A5 weiter erneuert, auf der nahen A8 zwischen dem Dreieck A5/A8 und der A8 bis Rastatt stehen in den nächsten zwei bis drei Jahren zudem weitere Fahrbahnerneuerungen an.

Als Bundestagsabgeordneter der Freien Demokraten unterstütze ich die Forderung nach einer solchen Unterstützung eines Verkehrskonzepts. Für Fahrbahnerneuerungen empfehle ich zudem, dass wir auf Routen wie den Autobahnen A5/A8, die europaweit für den Verkehr relevant sind, 24-Stunden-Baustellen einrichten und zudem mit Prämien arbeiten, die Firmen belohnen, die früher als vereinbart mit einer Baumaßnahme fertig werden. Jeder Tag ohne Stau ist für die Menschen ein Gewinn und führt ebenso zu einer höheren Wertschöpfung in unserer Region. CJ