Ortsumfahrung soll Fahrt aufnehmen

Östringen/Angelbachtal. Die FDP-Bundestagsabgeordneten Dr. Christian Jung und Dr. Jens Brandenburg haben die Bürgermeister Felix Geider (Östringen) und Frank Werner (Angelbachtal) besucht, um sich über die Verkehrsbelastungen der beiden Gemeinden zu informieren. Täglich rollen bis zu 17.000 Fahrzeuge durch Östringen. Viele davon schieben sich auf ihrem Weg von der B292 auf die B39 auch durch den Ortsteil Eichtersheim der Gemeinde Angelbachtal.

Die beiden Bürgermeister betonten im Östringer Rathaus, dass schnell etwas passieren müsse: „Während der geplanten Baustellen auf A5 und auf der A6 wird es noch schlimmer werden. Viele Fahrzeuge werden den Weg durch Östringen und Angelbachtal als Ausweichroute nutzen“, befürchtet Werner.

Jung: Bahn-Frühstückskränzchen von Minister Scheuer müssen nun ernsthafte Zukunftskonzepte liefern

Vor dem dritten Krisen-Frühstücks-Gespräch am Mittwoch zwischen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn Dr. Richard Lutz über die Zukunft der Deutschen Bahn, sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung, Mitglied im Bundestagsausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur, am Dienstag (29. Januar 2019) in Berlin:

„Langsam hat es sich ausgefrühstückt. Die vergangenen Treffen zwischen Bundesminister Scheuer und Bahnchef Dr. Lutz in den frühen Morgenstunden waren immer nur heiße Luft. Denn die dabei vorgestellten und angeblich neuen Lösungsvorschläge zur Überwindung der Bahnkrise sollten nur überdecken, dass die finanzielle Situation der Deutschen Bahn immer dramatischer wird.

Rede im Bundestag vom 17. Januar 2019

TOP 14 ZP 8 2./3. Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Fünften Gesetzes zur Änderung des Allgemeinen Eisen-bahngesetzes, Drucksachen 19/5421
(zu Protokoll gegeben)

Das Fünfte Gesetz zur Änderung des Allgemeinen Eisenbahngesetzes ist nichts weiter als die Angleichung an die EU-Richtlinie von 2008 und deren Folgerichtlinie 2016. Die Änderung des Gesetzes ist somit notwendig und dem stimmen wir als Freie Demokraten zu.

Man hätte natürlich ohne Probleme die Angleichung früher durchführen können. Aber die Verzögerung ist mit Blick auf das von ihnen eingeschlagene langsame Tempo, gerade im Bereich des Ausbaus der Schieneninfrastruktur, nicht weiter überraschend. Klar ist doch: Die Bahn braucht eine zweite Reform. Und selten war die Zeit dafür so reif wie jetzt. Der Druck, die Bahn zu verbessern, war schon immer da. Wird auch immer bleiben. Aber eine interfraktionelle Schnittmenge zwischen den Positionen und Vorstellungen, was reformiert werden müsste, ist derzeit ebenfalls vorhanden. Jetzt ist die Zeit, gemeinsam eine Bahnreform 4.0 durchzuführen und diese Chance sollten wir gemeinsam nutzen.

Funktionierende Bahn-Ausweichstrecken in Südwestdeutschland fehlen immer noch

Zu der anstehenden Sperrung und Instandsetzung der Bahnstrecke zwischen Lauda und Würzburg ab dem 7. Januar 2019 erklärte der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung (Karlsruhe-Land), Berichterstatter der Freien Demokraten für Bahninfrastruktur, in Karlsruhe (26. Dezember 2018):

„Es ist prinzipiell sinnvoll, wenn Bahnstrecken wie die Strecke Lauda-Würzburg und der 150 Jahre alte Bahntunnel bei Wittighausen (Main-Tauber-Kreis) ab dem 7. Januar 2019 bis zum 18. August 2019 gesperrt und erneuert werden, damit Güterzüge in Zukunft beide Gleise im Tunnel benutzen können und es dadurch nicht zu unnötigen Verspätungen kommt.

Wichtig ist aber, dass wir in Südwestdeutschland funktionierende Bahn-Ausweichstrecken benötigen, die es nicht durchgängig gibt. Denn wenn es zeitgleich zu dieser Streckensperrung eine weitere Sperrung der Rheintalbahn wie 2017 mit 51 Tagen geben würde, wäre das Chaos nicht nur im Schienengüterverkehr sehr groß, zumal ab 2019 auch die Schnellfahrstrecke Mannheim-Stuttgart komplett erneuert wird. Wegen Planungsfehlern wird dort übrigens nicht das Sicherheitssystem ETCS eingebaut. Der internationale Fernverkehr (ICE/EC/IC) zwischen Frankfurt und Stuttgart wird dann auf der Nadelöhr-Strecke Graben-Neudorf/Bruchsal-Bretten-Mühlacker-Vaihingen/Enz-Ludwigsburg umgeleitet.“

Jung: „Brandschutz in ICE und Fernverkehrszügen muss sehr ernst genommen werden“

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung, Berichterstatter der Fraktion der Freien Demokraten für Bahninfrastruktur, erklärt vor der morgigen Sitzung des Bundestagsausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur (am 12.12.2018) in Berlin:

„Auf Initiative der Bundestagsfraktion der Freien Demokraten wird nun am Mittwoch im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur des Deutschen Bundestages endlich über den Brandschutz in ICE und Fernverkehrszügen gesprochen. Wir müssen den Brandschutz sehr ernst nehmen und gemeinsam behutsam klären, wie es am 12. Oktober 2018 zum Feuer in einem ICE bei Dierdorf (Kreis Neuwied, Rheinland-Pfalz) kam. Dieser führte danach zu einer mehrtägigen Sperrung der Bahn-Schnellfahrstrecke Frankfurt-Köln.

Wir können auch zwei Monate später immer noch richtig froh sein, dass bei dem Feuer in einem ICE3 mit 510 Passagieren und Mitarbeitern der Deutschen Bahn nicht mehr passiert ist und es damals nur fünf leicht Verletzte gab. Dieser Unfall zeigt aber auch, dass durch ein solches Ereignis ein Großteil der Bahn-Infrastruktur lahmgelegt wird und dadurch neben dem Personenverkehr auch der Güterverkehr wegen fehlender und funktionierender Ausweichstrecken zum Erliegen kommen kann, wie wir dies schon 2017 bei der Tunnelhavarie in Rastatt-Niederbühl und der langen Sperrung der Rheintalbahn gesehen haben. „Jung: „Brandschutz in ICE und Fernverkehrszügen muss sehr ernst genommen werden““ weiterlesen