Industrie 4.0 geht nur mit Industriefrequenzen

Im Ökonomenblog der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung, Mitglied des Bundestagsausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur, einen Gastbeitrag zum Thema Industriefrequenzen und 5G veröffentlicht. Dieser ist abrufbar unter:

Gastbeitrag in englischer Sprache: http://christian-jung-bundestag.de/?p=1905

Gastbeitrag in französischer Sprache: http://christian-jung-bundestag.de/?p=1895

Gastbeitrag:

„Industrie 4.0 geht nur mit Industriefrequenzen

CHRISTIAN JUNG

Alle reden über das neue Mobilfunknetz 5G. Dass 5G rasch kommen muss, ist inzwischen Allgemeingut. Dann würde das vielbeschworene „Internet der Dinge“ Realität. Der erste Schritt ist die geplante Frequenzversteigerung im Frühjahr. Doch zu häufig denken wir bei 5G nur an Verbraucheranwendungen wie smarte Kühlschränke und autonomes Fahren. Noch wichtiger ist 5G für die Industrie in einer auf Wettbewerb ausgerichteten Sozialen Marktwirtschaft.

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Industry 4.0 can only succeed with industrial frequencies

CHRISTIAN JUNG

Everybody is talking about the new 5G mobile network. It is now commonly accepted that 5G needs to be implemented quickly. This would allow the much-vaunted “Internet of Things” to become a reality. The first step is the spectrum auction planned for the spring. Too often, however, we only think of consumer applications such as smart fridges and driverless vehicles when it comes to 5G. Yet 5G is even more important for industry in a competition-oriented social market economy.

Why? Large companies and SMEs want to be able to use the new standard independently – without an intermediary mobile network provider. The buzz word is “Industry 4.0”, in other words everything that is related to the manufacture of products, machines, vehicles and systems in the future. This also encompasses the production of media content and events. It requires industry to have secure access to 5G frequencies. In order to achieve this, the Federal Network Agency has reserved the frequency spectrum between 3.7 and 3.8 GHz and will not auction these 100 MHz off to mobile networks. That is good news for the German economy. Germany is showing greater foresight here than many other countries. And yet it is already becoming apparent that 100 MHz will be nowhere near enough.

This is also suggested by comments from the German Electrical and Electronic Manufacturers’ Association (ZVEI) in a statement published by the Federal Network Agency, in which they claim that “at least” 100 MHz will be required. Although 5G is a project for the future, the demand for suitable frequencies is already growing. Companies are not only interested in setting up campus networks on their own production sites. There is also demand for “nomadic applications”, in other words local networks operated on a short-term basis, for example at trade fairs or cultural events.

The Federal Network Agency is not giving sufficient consideration to these applications when it plans to allocate spectrum in staggered blocks on a request basis and for periods of up to 10 years. What happens when a network is only required for 10 days? While frequencies cannot be stockpiled, and non-users lose their frequency, being able to prove this is difficult and takes a long time. Legal disputes block spectrum for even longer periods. That is why an automatic solution for frequency allocation for local applications should be considered. This could happen via a platform, ensuring efficient use of the spectrum and safeguarding competition.

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Pas d’industrie 4.0 sans fréquences industrielles

CHRISTIAN JUNG

Tout le monde parle du nouveau réseau de téléphonie mobile 5G. Il est communément admis que la 5G doit être rapidement mise en place, permettant la réalisation de l’« Internet des objets » si souvent invoqué. La première étape sera la mise aux enchères des fréquences, prévue pour le printemps. Nous associons pourtant trop souvent la 5G uniquement à des applications grand public, comme les réfrigérateurs intelligents et la voiture autonome, alors que dans une économie sociale de marché concurrentielle, cette nouvelle norme est encore plus importante pour l’industrie.

Pourquoi ? Les grandes entreprises et les PME veulent pouvoir utiliser cette nouvelle norme directement, sans être obligées de passer par un opérateur de téléphonie mobile. Le mot clé à cet égard est l’« industrie 4.0 », c’est-à-dire tout ce qui, à l’avenir, sera lié à la fabrication de produits, de machines, de véhicules et de systèmes, et comprendra également la production de contenus média et l’événementiel. Cela présuppose que l’industrie ait un accès sûr aux fréquences 5G.

L’Agence fédérale des réseaux a réservé à cet effet une bande de fréquences de 100 MHz comprise entre 3,7 et 3,8 GHz, qu’elle n’attribuera pas à la téléphonie mobile. C’est une bonne nouvelle pour les entreprises allemandes et dans ce domaine, l’Allemagne voit plus loin que beaucoup d’autres pays. Mais on s’aperçoit déjà que ces 100 MHz seront loin d’être suffisants.

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Jung setzt sich weiterhin für eine Erdkabel-Trasse ein

Eggenstein-Leopoldshafen / Landkreis Karlsruhe. Der geplante Stromnetzausbau zwischen Weinheim und Karlsruhe schlägt noch immer hohe Wellen in der Region. Beim Besuch des FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Jung bei Bürgermeister Bernd Stober in Eggenstein-Leopoldshafen stand das überregionale Großprojekt deshalb ganz oben auf der Themenliste. Gemeinsam will man beim Thema nun weiter Druck machen.

„Der Prozess ist noch immer offen und eine Entscheidung zur Umsetzung noch lange nicht gefallen“ sind sich der Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Karlsruhe-Land und der Rathauschef einig. „Die Projektverantwortlichen werben mit dem NOVA-Prinzip (Netzoptimierung vor Netzverstärkung vor Netzausbau) doch schon bei der Optimierung der bestehenden Infrastruktur tauchen zu viele Fragezeichen auf“ betont Jung und plädierte ein weiteres Mal für eine Erdkabel-Trasse, bei der die Kabel unterirdisch geführt werden. Diese könnten rund um Eggenstein-Leopoldshafen und Neureut zu einer Beschleunigung des Netzausbaus beitragen und gleichzeitig die Probleme vor Ort hinsichtlich der immer noch ungeklärten Fragen zum Trassenverlauf lösen. Aus Sicht von Bürgermeister Stober darf die künftige Lösung vor allem Baugebiete und übrige gemeindliche Erweiterungsflächen nicht beeinträchtigt. Die Gemeinde selbst hatte bis zuletzt für eine Verlegung des gesamten Leitungs- und Trassenbestandes geworben.

Zur Lösung der offenen Fragen regte Jung einen gemeinsamen Besuch mit dem Rathauschef bei der Bundesnetzagentur an. „Es gibt keine plausible Erklärung dafür, warum alternative Verläufe und Techniken nicht in Betracht kommen sollten“ unterstrich Jung „wir werden unser Anliegen daher direkt mit dem Präsidium der Bundesnetzagentur in Bonn besprechen“. Jung ist stellvertretendes Mitglied im Beirat bei der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen.

Frequenzmangel: Droht der Ausfall von Theaterproduktionen und Messen?

FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung besuchte Kultur- und Kreativwirtschaft in Karlsruhe / Viele Details zu Frequenzmangel für Funkmikrofone sind bisher in der Politik nicht bekannt

FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung (Mitte) ließ sich am Badischen Staatstheater in Karlsruhe die Tontechnik erklären. Produktionen werden dort mit drahtlosen Mikrofonen durchgeführt, Kabelmikrofone gehören der Vergangenheit an. (Fotos: Maximilian Scheu)

Karlsruhe/Berlin. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung war Anfang Dezember 2018 einen Tag lang mit Vertretern der Kultur- und Kreativwirtschaft in Karlsruhe und der Region unterwegs, um über die drohenden Probleme des Frequenzmangels für Funkmikrofone zu sprechen. „Alle reden über die zukünftige Nutzung von 5G“, sagte Jung, „aber wir sollten nicht nur von der weiten Zukunft träumen, sondern ins Jahr 2019 schauen: Denn ab dann droht ein Frequenzmangel für drahtlose Mikrofone, die überall in Theatern, bei Messen, aber auch in Kindergärten bei Aufführungen oder in Gottesdiensten eingesetzt werden.“

Jedes einzelne Gerät braucht eine eigene Frequenz, damit es funktioniert. Viele taugliche Frequenzen wurden aber in der Vergangenheit an den Mobilfunk versteigert und stehen für Funkmikrofone nicht mehr zur Verfügung. Die betroffenen Einrichtungen müssen neue Geräte kaufen oder soweit möglich mit einem erheblichen Aufwand umplanen, damit ihre Aufführungen oder Veranstaltungen nicht gestört werden. „Eine Horrorvision nicht nur für Karlsruhe, sondern für das komplette Bundesgebiet!“, meint Christian Jung. Der FDP-Politiker kritisierte, dass die Bundesregierung das Problem ignoriere. „Wir brauchen nicht nur ein leistungsfähiges Mobilfunknetz, sondern auch eine funktionierende Kulturlandschaft“. „Frequenzmangel: Droht der Ausfall von Theaterproduktionen und Messen?“ weiterlesen