Geschäftszahlen von DB Cargo sind auch in der Langzeitanalyse besorgniserregend

Berlin/Karlsruhe. Zu aktuellen von der Bundesregierung veröffentlichten Statistikzahlen zur „Wettbewerbsfähigkeit von DB Cargo“ auf eine parlamentarische Anfrage der Bundestagsfraktion der Freien Demokraten FDP (Drucksache Deutscher Bundestag 19/8396) sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung, Mitglied des Bundestagsausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur, am Montag (22.4.2019) in Karlsruhe:

„Ich mache mir immer größere Sorgen um die Wirtschaftlichkeit von DB Cargo. Wenn die Cargo nicht durch andere Bereiche der Deutschen Bahn quersubventioniert werden würde, was nach verschiedenen Vereinbarungen mit der Politik nicht vorgesehen ist, würde es die Gütersparte schon heute nicht mehr geben. Falls es in Kürze noch zu einer Abschreibung bei DB Cargo auf den Unternehmenswert im Milliarden-Bereich käme, wäre das finanzielle Chaos im gesamten DB-Konzern noch größer, als bislang von den Verantwortlichen zugegeben.

Ein wichtiger Indikator für die Krise von DB Cargo ist dabei die aktuelle Mitteilung von DB-Cargo-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Jörg Hensel, dass jeden Tag 80 fahrplanmäßige Güterzüge ausfallen und jede Woche massenweise Aufträge abgelehnt werden. Dies deckt sich mit der Kritik von nationalen und internationalen Spediteuren, die gerne mehr Güter auf die Bahn bringen würden. Wenn die DB Cargo nicht funktioniert, funktioniert infolgedessen als Kettenreaktion auch der europäische Schienengüterverkehr vor allem über die Alpen nicht, was eine absolute logistische Katastrophe ist.

Die großen Probleme bei DB Cargo zeigen ebenso die aktuellen Umsatzzahlen: In den vergangenen 18 Jahren sank der Umsatz von 3,512 Milliarden Euro (Jahr 2000) auf 3,274 Milliarden Euro (Jahr 2018) bei einem Marktanteil der DB Cargo von nur noch 52,2 Prozent im Schienengüterverkehr (Jahr 2017). Dies offenbart nach Mitteilung der Bundesregierung ebenso das Transportvolumen der DB Cargo in Deutschland: Dieses lag im Jahr 2000 noch bei 286,556 Millionen Tonnen und sank auf 186,145 Millionen Tonnen im Jahr 2018.

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Kommt in die Region Karlsruhe: 500 offene Ausbildungsplätze!

Die IHK Karlsruhe teilt mit: Wer auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz für das im Herbst beginnende Ausbildungsjahr ist, hat gute Chancen: Innerhalb des Gebietes der Industrie- und Handelskammer (IHK) Karlsruhe sind zurzeit knapp 500 offene Ausbildungsplätze in Industrie, Handel und der Dienstleistungsbranche gemeldet.
Weitere Infos (auch für Studienzweifler und Abiturienten) unter http://www.jobrestart.karlsruhe.ihk.de oder www.ihklehrstellenboerse.de
(TJ)

Christian Jung begrüßt Schüler der Markgrafenschule Kraichtal

Einen Blick auf den Alltag eines Politikers konnten Schülerinnen und Schüler der Markgrafenschule aus Kraichtal bei ihrem Besuch des Deutschen Bundestages erhalten. Während des Besuchs der Plenardebatte, konnte die Schüler die Befragung der Bundeskanzlerin Angela Merkel verfolgen. Nach dem Besuch auf der Tribüne im Plenarsaal trafen die Schülerinnen und Schüler und ihre begleitenden Lehrer den FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Jung (Karlsruhe-Land). Im Gespräch bekamen die Jugendlichen eine Übersicht über die Abläufe im Bundestag und die Arbeitswelt von Abgeordneten und deren Mitarbeitern. Bei der Diskussionsrunde stellten die Schüler interessierte Fragen über aktuelle politische Themen.

Jung: Mit Enteignungen schafft man keine einzige neue Wohnung

Ettlingen/Bretten. Wohnraum wird in deutschen Großstädten und Ballungszentren, wie der Region Karlsruhe, knapper und die Mieten steigen seit Jahren. Dagegen gehen tausende Menschen auf die Straße. „Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum“, sagt der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung (Karlsruhe-Land) nach einer aktuellen Stunde im Deutschen Bundestag. Dafür gebe es nur ein gutes Rezept: bauen, bauen, bauen. Jung betont: „Dieses Problem lässt sich nur mit Markt- und nicht mit Planwirtschaft lösen. Wir fordern daher eine Offensive für schnelleres und günstiges Bauen.“

Interview mit Christian Linder vom 9. April 2019 zum Thema Enteignung und Wohnungsknappheit.

Die Forderung nach Enteignungen von Grünen, Linken und aus der SPD sei völlig abwegig. „Damit schafft man keine einzige neue Wohnung. Enteignungen führen nur zu Entschädigungsansprüchen gegenüber den Steuerzahlern“, kritisiert Christian Jung. Das sei Geld, das dem Staat dann an anderer Stelle fehlen würde, etwa beim sozialen Wohnungsbau. Stattdessen fordert Jung mehr Wohnungen: „Es muss mehr Bauland ausgewiesen, die Baugenehmigungen beschleunigt und der Dachgeschossausbau erleichtert werden.“ Zusätzlich müssten die Belastungen durch Steuern und Baustandards gesenkt werden. „Der Staat darf nicht länger Preistreiber Nummer eins sein“, so Jung.

JUNG: Der Bundestag muss dringend verkleinert werden – Verhalten von Bundestagskollegen Axel Fischer ist nicht akzeptabel

Sitzen bald 800 Abgeordnete im Plenum? (Foto:TJ)

Karlsruhe/Berlin. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung (Karlsruhe-Land) sagte zum Scheitern einer Wahlrechtsreform zur Verkleinerung des Deutschen Bundestages und den jüngsten Äußerungen seines Bundestagskollegen Axel Fischer am Freitag (5.4.2019) in Berlin:

„Die Freien Demokraten setzen sich seit der Bundestagswahl 2017 für eine Verkleinerung der Bundestages ein. Unser Parlamentarischer Geschäftsführer Dr. Stefan Ruppert hat seitdem unentwegt versucht, eine pragmatische Lösung herbeizuführen und ein gutes Ergebnis zu erreichen. Aus machtpolitischen Motiven der CDU/CSU scheitert nun die Wahlrechtsreform, die innerhalb der Union besonders von meinem Abgeordnetenkollegen Axel Fischer torpediert wurde. Mit seinen Vorschlägen für mehr Bundestagswahlkreise nimmt Fischer in Kauf, dass der Bundestag bald über 800 Mitglieder hat. Seine Begründung für zusätzliche Bundestagswahlkreise mit der ‚größeren Bürgernähe zwischen Bürgern und Abgeordneten‘ haben wir wegen seines persönlichen Einsatzes als Abgeordneter in den vergangenen Jahren mit Humor zur Kenntnis genommen. Bundestagsmandate dürfen keine Erbhöfe oder persönliche Geschäftsmodelle zur individuellen Existenzsicherung sein.“