Drohende Schnakenplage am Oberrhein

FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung fordert Bundeswehr-Einsatz im Landkreis Karlsruhe und Ausrufung des Katastrophenfalls durch die Landesregierung

Bild von Mark Minge auf pixabay

Linkenheim-Hochstetten/Dettenheim/Karlsruhe. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung (Karlsruhe-Land) fordert nach verschiedenen Gesprächen und Vor-Ort-Terminen in den vergangenen 24 Stunden die Ausrufung des Katastrophenfalls wegen der drohenden Schnakenplage für den Landkreis Karlsruhe. „Die Landesregierung muss den Katastrophenfall sofort ausrufen und die Bundeswehr und das Technische Hilfswerk sowie weitere Rettungskräfte anfordern, um die regionalen Schnakenbekämpfer vor allem rund um Linkenheim-Hochstetten und Dettenheim zu unterstützen“, sagte Christian Jung am Donnerstag.

„Wir brauchen jetzt pragmatische und unbürokratische Hilfe sowie zusätzliche Ressourcen, um in den kommenden sieben Tagen die Schnakenplage und eine akute Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung noch abwenden zu können. Nach dem Ausfall aller Hubschrauber der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) ist die Bekämpfung der Stechmücken nur noch mit der Bundeswehr und dem Technischen Hilfswerk und der vorhandenen Infrastruktur für Katastrophenfälle möglich“, betonte der FDP-Politiker.

Die Frage stelle sich zudem, ob der Katastrophenfall nicht komplett auf alle Rheinanlieger-Gemeinden in Baden-Württemberg am Oberrhein ausgerufen werde. Durch die Niederschläge und das warme Wetter der vergangenen Tage gebe es vor allem zwischen Karlsruhe und Mannheim „optimale Entwicklungsbedingungen für die Schnaken und die gefährliche Asiatische Tigermücke, die Krankheiten wie Gelbfieber oder das Zika-Virus übertragen“ könne. Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) müssten nun sofort einen Krisenstab einrichten und die betroffenen Bürgermeister unterstützen, die sich bereits Hilfe suchend an die Landesregierung gewandt hätten. „Wir haben sehr wenig Zeit“, sagte Christian Jung weiter.

1400 km in 14 Tagen – Radtour entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze anlässlich 30 Jahre Mauerfall

Sehr gerne weise ich auf die diesjährige Fahrradtour des Technischen Hilfswerkes Karlsruhe entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze anlässlich des Mauerfalls vor 30 Jahren hin, für die ich die Schirmherrschaft übernommen habe. Das THW will mit der Aktion zu mehr ehrenamtlichem Engagement aufrufen und Spenden für wohltätige Zwecke sammeln.

Karlsruhe. Vom 29.6.-14.7.2019 möchten wir mit dem Fahrrad die ehemalige innerdeutsche Grenze erkunden und hierbei 1400 km zurücklegen.

Herbst 1989: Massenfluchten und Demos setzen das DDR-Regime unter Druck. Am 9.11.89 kündigt Politbüro-Sprecher Günther Schabowski überraschend Reisefreiheit für alle DDR-Bürger an und läutet damit unfreiwillig das letzte Kapitel in der Geschichte der deutschen Teilung ein.

Seit mehr als zehn Jahren beobachtet das Institut für Demoskopie Allensbach, wie das Interesse der 14- bis 29-Jährigen an Politik, Wirtschaft und Geschichte mehr und mehr schwindet.

ÖPP-Projekte sind gelebter Klimaschutz

Virtuelle Akademie zur A6 und der Einbindung von mittelständischen Bauunternehmen in zukünftige ÖPP-Projekte am 23. Mai 2019 an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Dabei sagte FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung, der Berichterstatter der FDP Fraktion Bundestag für ÖPP/PPP ist, vor rund 120 Studierenden und Professoren: „Wir brauchen in Deutschland mehr positive ÖPP-Beispiele aus den Bereichen Wasser, Schiene und Straße. ÖPP-Projekte sind gelebter Klimaschutz, wenn moderne Infrastrukturen schneller und qualitativ hochwertig zur Verfügung gestellt werden.“ TJ

Reifen: Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern

Parlamentarisches Frühstück von Christian Jung zusammen mit Gerd Lindemann und Dr. Christoph Vondenhoff vom Reifenhersteller Michelin. Das Unternehmen betreibt in Karlsruhe seit den 1920er-Jahren sein ältestes deutsches Werk. Bei dem Termin ging es um Nachhaltigkeitsstrategien bei der Reifenherstellung und dem -recycling. In der Regel wechseln viele Autofahrer die Reifen bei drei Restmillimetern.

Michelin rät mittlerweile dazu, die Pneus bestimmter Marken länger und weiter bis zur gesetzlich vorgeschriebenen Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter zu fahren. Dadurch könnten alleine in Europa jedes Jahr bis zu 128 Millionen Tonnen Reifen eingespart werden. Ein interessanter Beitrag für die Herstellung einer Harmonie zwischen Ökologie und Ökonomie sowie den Klimaschutz.

Sicherheit von Pedelec-Radfahrern

Der Bundestagsausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur debattierte am 15. Mai 2019 über den Fahrradklimatest 2018 des ADFC. FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung freute sich dabei, dass Karlsruhe bei der Befragung in der Klasse der Städte zwischen 200.000 und 500.000 Einwohner vor Münster und Freiburg am besten abgeschlossen hat. Der ADFC-Fahrradklima-Test ist eine nicht repräsentative Umfrage zur Zufriedenheit der Radfahrenden. Befragt wurden 170.000 Menschen. In die Wertung kamen 683 Städte und Gemeinden.

In der Region Karlsruhe werden zurzeit auch mit Unterstützung der Freien Demokraten verschiedene Fahrradschnellwege geplant. Für Christian Jung ist es auch deshalb wichtig, dass in Deutschland mehr über die Sicherheit von Pedelec-Radfahrern, da es zu viele tödliche Unfälle mit älteren Elektroradfahrern gibt. Im Rahmen der geplanten Novellierung der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist es für Jung infolgedessen überlegenswert, dass man nach verschiedenen Vorschlägen – wie von der DEKRA – das Rechtsüberholverbot von LKWs für Radfahrer an Ampelanlagen erlässt, an denen es keinen Fahrradweg gibt. TJ